Sie kennen das. Heute funktioniert irgendwie gar nichts. Eine Mitarbeiterin meldet sich krank, der Chef will, dass Sie die Präsentation noch heute Nachmittag fertig haben. Und auch mit Ihrem Partner haben Sie heute Morgen eine wilde Diskussion gehabt. Sie fühlen sich gerade ziemlich schlecht und müssen sich sehr anstrengen, nicht unfreundlich zu sein. Ihre Mitarbeiter können schließlich auch nichts dafür. Ja, und da gibt es noch den Kollegen aus der anderen Abteilung, der scheinbar immer gut drauf ist. Wie schafft der das nur?

 

Fast niemand ist sich wirklich darüber klar, welche Auswirkungen ein negativer innerer Zustand auf das eigene Handeln hat. Haben Sie schon mal aus Frust etwas gekauft? Oder sind hungrig zum Einkaufen gewesen? Haben müde mit den Kindern Hausübungen gemacht? Und wie waren Ihre Handlungen/ Entscheidungen? Suboptimal ist wahrscheinlich milde ausgedrückt. Bei mir waren sie meistens katastrophal.

 

Wer ist verantwortlich für Ihren inneren Zustand?

Der Kunde, der sich beschwert, der Mitarbeiter, der einen Fehler gemacht hat oder Ihr Chef, der immer nur fordert? Darauf gibt es nur eine einzige Antwort: nämlich SIE selbst!

 

In meinem heutigen Blogpost zeige ich Ihnen, wie Sie selbst dafür sorgen können, sich aus solchen negativen Zuständen schnell zu befreien.  Aber wie geht das?

 

Der gute innere Zustand liegt in Ihnen.

 

Wir alle haben Ressourcen in uns. Doch leider ist uns das gerade in stressigen Zeiten nicht bewusst. Wir reagieren mehr als dass wir agieren. Genauso schnell, wie wir in schlechte Zustände kommen, können wir uns in gute, optimale Zustände katapultieren. Als erstes ist es wichtig, dass Sie sich Ihres Zustandes bewusst werden und sich einen kurzen Moment für eine „mentale“ Auszeit nehmen. In dieser „Auszeit“ denken Sie an eine positive, schöne Erinnerung. Probieren Sie es mal aus:

Schließen Sie einen Moment die Augen und denken Sie an Ihren letzten Urlaub zurück, an einen ganz besonderen Tag und erinnern Sie sich an das Blau des Meeres oder das Grün der saftigen Almwiesen, atmen Sie tief ein und riechen diesen ganz speziellen Duft dieses Moments, lauschen Sie den Geräuschen oder der totalen Stille um Sie herum und spüren Sie, wie die Sonne auf Ihre Haut scheint und der Wind mit Ihren Haaren spielt. Achten Sie einmal, wie sich Ihre Körperhaltung verändert. Und jetzt spüren Sie das Lächeln in Ihrem Gesicht.  Funktioniert? Ja?! Nun gehen Sie mit diesem Lächeln im Gesicht an Ihre Aufgaben. Klar, die Aufgaben verändern sich nicht, aber Ihre Haltung dazu wird mit dem Lächeln auf dem Gesicht anders sein. So einfach ist das! Und Sie haben noch viel mehr von diesen Ressourcen. Machen Sie sich einen Anker, damit Sie immer wieder an Ihre Ressource erinnern. Hängen Sie sich ein Bild hin, schreiben Sie sich einen Satz auf oder nehmen Sie sich ein Schmeichelstein. Egal wie, aber sorgen Sie dafür, dass Sie aus einem guten Zustand heraus handeln. Mit ein bisschen Übung und dem richtigen Bewusstsein fällt es Ihnen immer leichter rasch Ihren Zustand von „schlecht“ auf „richtig gut“ umzudrehen.

 

Also noch einmal die Schritte kurz zusammengefasst:

 

  1. Anerkennen der Situation
  2. Bewusst in eine positive Ressource gehen
  3. Aufrechte Körperhaltung und Lächeln erleben
  4. Sich einen Anker dafür setzen
  5. Mehrmals täglich daran denken.

Es ist Ihre Entscheidung, ob Sie gut drauf sind oder nicht. Diese treffen Sie täglich. Wahrscheinlich mehrmals. Und wie schon Catherine Hepburn sagte: „Frauen von heute warten nicht auf das Wunderbare. Sie inszenieren ihre Wunder selbst“. Worauf warten Sie – Inszenieren Sie Ihre Wunder. Jeden Tag.

Viel Spass beim Ausprobieren. Für Fragen stehe ich natürlich sehr gerne zur Verfügung!

Herzliche Grüße

 

Ulrike Horky

Bild: Shutterstock – Bildnummer:293006141 Urheberrecht: UMB-O

Kommentare sind geschlossen